Zeit ist Gold

Text: Wiebke Bauer, Fotos: Depperich und Steffen Jahn

Außenansicht-Depperich

Über 120 Jahre Erfahrung, vier Generationen und eine Philosophie – so könnte man die Historie von Juwelier Depperich zusammenfassen.

»Wir nehmen uns einfach Zeit.« Vielleicht beschreibt dieser Satz am treffendsten die Philosophie von Juwelier Depperich. Nicht nur, weil man sich hier seit mehr als einem Jahrhundert mit Kostbarkeiten beschäftigt, für die man eine ruhige Hand und einen großen Erfahrungsschatz benötigt, sondern auch, weil das Familienunternehmen den Menschen etwas schenkt, das in unserer hastigen Gesellschaft immer wertvoller wird: exklusive Augenblicke und größte Aufmerksamkeit.

Gesagt hat den Satz Peter Voss, der Urenkel des Geschäftsgründers. Womit wir bei den Anfängen von Juwelier Depperich wären – und bei dem Datum 1. Juni 1897. An diesem Tag eröffnete der Uhrmachermeister Albert Depperich sein Werkstattgeschäft in der Wilhelmstraße 1. Noch im selben Jahr zog man um, in die Kanzleistraße 11. Die vielleicht größten Unterschiede zu heute: Ende des 19. Jahrhunderts trugen vorwiegend Damen Armbanduhren, den Männern war die Taschenuhr vorbehalten. Erst mit dem Ende des Ersten Weltkriegs setzte sich die praktikablere Armbanduhr für den Herrn durch. Und: Marken waren von weitaus geringerer Bedeutung, zudem wurden die einzelnen Komponenten der Uhr erst in der Werkstatt zusammengefügt.

» Bereits Anfang der 50er-Jahre waren wir einer der ersten Rolex-Konzessionäre in Deutschland, heute führen wir viele weitere Schmuck- und Uhrenmarken exklusiv im Großraum Neckar-Alb.

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Firmengründer Albert Depperich (rechts), der Urgroßvater von Peter Voss, mit einem Uhrmacher.

1925 stieg Fritz Depperich, Sohn von Albert Depperich, in das Geschäft ein. Ein Jahr zuvor wurde das Haus in der Wilhelmstraße 123 gekauft, der Standort, an dem sich Juwelier Depperich auch heute noch befindet. 1940 übernahm er das Geschäft seines Vaters, zehn Jahre später begann Fritz Depperichs Tochter Doris, die Firma zu unterstützen und insbesondere das Schmuck-Sortiment auszubauen. Das Jahr 1953 brachte erneute Veränderungen mit sich: Erstens wurden die Verkaufsräume modernisiert, zweitens lernte Doris Depperich den Architekten Willi Voss kennen, der die Renovierungsarbeiten leitete. Peter Voss erzählt heute: »Im Jahre 1955 heirateten die beiden und meine Mutter übernahm 1968 die Firmenleitung.« 

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Blick in die Uhrmacherwerkstatt von Juwelier Depperich Mitte der 1930er-Jahre (vor 1938)

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von links: Fritz Depperich (Großvater von Peter Voss), Anna und Albert Depperich (Urgroßeltern von P. Voss)

Peter Voss selbst trat in den 1980er-Jahren zusammen mit seiner Frau Sibylle in die Firma ein, nachdem er eine Ausbildung als Kaufmann und Diamantgutachter abgeschlossen hatte. Peter Voss erinnert sich: »Da unser Standort in den frühen 1980er-Jahren nicht optimal war, mussten wir gleich zu Beginn die wichtige Entscheidung treffen, ob wir auf Trendmarken oder Hochwertigkeit setzen.« Natürlich entschied man sich für die Qualität. 1982 erfolgte eine groß angelegte Renovierung, weitere edle Marken ergänzten das Sortiment. Peter Voss: »Bereits Anfang der 50er-Jahre waren wir einer der ersten Rolex-Konzessionäre in Deutschland, heute führen wir viele weitere Schmuck- und Uhrenmarken exklusiv im Großraum Neckar-Alb.« 2006 folgte der nächste Umbau: Die Verkaufsflächen wurden erneuert und um das Erdgeschoss des Nachbarhauses erweitert. Elf Jahre später feierte das Unternehmen seinen 120. Geburtstag.

» Wir nehmen uns einfach Zeit.

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Blick in die heutigen Geschäftsräume nach dem großen Umbau 2006

Heute gehört Juwelier Depperich zu den renommiertesten Juwelieren Deutschlands – mit einer zertifizierten Uhrenwerkstatt und einem hauseigenen Goldschmiede-Atelier, in dem unter anderem individuelle Schmuckkreationen nach Maß angefertigt werden. Tradition spielt eine besondere Rolle, weil sich über die Jahrzehnte viele der Werkzeuge und Arbeitsabläufe kaum verändert haben, dazu ergänzen moderne Techniken und Verfahren den Erfahrungsschatz. Und noch etwas ist neben der beständigen Leidenschaft für Preziosen und der Lust auf Neues geblieben: die Freude an der Arbeit. Peter Voss: »Ich finde, wir haben einen der schönsten Berufe überhaupt, weil wir Menschen mit schönen Dingen glücklich machen.« Und eins davon, aber das hatten wir ja bereits, ist ein Geschenk namens Zeit.

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